Lagos…

25.,26.7.2017

…ist schön. Trubelig, sehr touristisch zu dieser Zeit.

Wir stürmen erstmal ein Internetcafe. Fast vier Stunden verbringen wir dort, bis wir alle Fotos eingestellt und Bürokratie erledigt haben. Immer wieder unglaublich, wieviel Zeit und Nerven das frisst, auf der anderen Seite freuen wir uns ja auch, Kontakt zu Euch zu halten.

Die nächste Stunde gehört MEO, dem portugiesischen SIM-Karten-Anbieter.
Tarife erstmal verstehen, verhandeln, herunterladen…es dauert ewig und ist immer wieder ein Geduldsprobe. Bei der Gelegenheit erhalten wir allerdings auch einen Geheimtipp, wo wir gut essen können.

Korrekturen

Liebe Lesende,

es haben sich ein paar Fähler eingeschlichen, die ich doch noch korrigieren möchte, bevor sie sich festsetzen:

– Hortensien kommen natürlich aus China und nicht aus Japan, wie uns der freundliche Mitarbeiter des botanischen Gartens auf Faial hat weismachen wollen….

– Die Dächer der Häuser auf den Bermudas werden natürlich nicht aus Beton gegossen, sondern bestehen aus Sandstein, der dann verputzt wird.

– Die Pflanzen, die John Lennon zu „Double fantasy“ inspirierten, heißen Freesien. Mit doppel „e“.

– Natürlich ist das Allgäu schön! Aber wir würden nicht unbedingt eine 17tägige Schaukelreise auf uns nehmen, um dorthin zu gelangen…(Abbitt an alle Allgäu-Fans)

Nachtrag: Geburtstag.

Lagos, 25.7.2017

Vielen Dank nachträglich für die vielen Geburtstagswünsche! Sie haben Peter erst nachträglich erreicht, aber umso mehr gefreut.

Viele haben sicherlich auch versucht, ihn per Handy, sms oder what’s app zu erreichen. Aber das Handy liegt auf dem Meeresgrund in Velas…Seine neue Handynummer ist: 00351 962 48 43 82…

Das Foto zeigt ihn übrigens im Geburtstagsgeschenk seiner Söhne. Wir finden es tres chic…

PS: Es gibt jetzt Fotos zu den letzten Beiträgen, Bildergalerie haben wir leider noch nicht geschafft…

Wilde Küste

Portugal, Baleeira, 24-7.2017

Wir legen ab, holen den Anker auf. Ich bin ja mal gespannt. Er hielt gestern so schnell, dass er vermutlich zwischen Felsen geraten ist. Ein Blick in den Törnführer verrät: Der Ankergrund hier ist faul, eine Trippleine, mit der man den Anker dann hochholen kann, sei ratsam. Lesen bildet, vor allem, wenn man es rechtzeitig tut…

Ich bin am Steuer, Peter holt den Anker auf, signalisiert in der Tat nach kurzer Zeit wild „Stopp!“ und kommt ins Cockpit gelaufen. Aha. Also doch den örtlichen Tauchclub verständigen, der uns befreien kann. Mein Mann lächelt geheimnisvoll, holt die Kamera und saust wieder ab. Huch?

Erste Kontakte

24.7.2017, Baleeira, Algarve, Portugal/Festland

Wir wachen früh auf. Stecken vorsichtig den Kopf aus der Luke – naja, geht so. Es windet immer noch stark. Die Küste ist immer noch kahl. Es ist kalt. Das Wasser hat 18 Grad! Und wir haben uns so auf das Schwimmen gefreut! Wer macht hier freiwillig Urlaub? Es gibt Hotels, es gibt einen Strand – offensichtlich ist die Bucht begehrt. Naja, schaun wir mal.

Wir frühstücken erstmal. Und genießen es, wieder entspannt Kaffee trinken zu können, ohne zu fürchten, dass der sich in die nächste Ecke ergießt…

Die Ankunft

Atlantik, 23.7. 2017, 18:15 Uhr, 36°59N, 009°05W,

Immer noch kein Land in Sicht. Die Wellen sind deutlich flacher geworden, wir müssten in der Abdeckung sein. Wir spähen und suchen – nichts. Jetzt müsste doch endlich die Küste Portugals auftauchen! Da! Eine Wolke? Nein, sie bleibt. Es sind Felsen. Cabo de Sao Vincente. Wir sind da. Wir haben es geschafft. Wir fallen uns in die Arme. Zum Jubeln sind wir viel zu müde.

Cabo de Sao Vincente, sagenumwoben. Von da sind die portugiesischen Eroberer gestartet. Wir kehren zurück.

Windstärke 8

23.7.2017 Atlantik, 36°57,781N, 009°0914W

Langweilig? So etwas sollte man nie denken, noch nicht mal ganz leise – in der letzten Hirnschublade. Vielleicht will der Atlantik uns an unserem letzten Tag auf dem offenen Meer zeigen, was er kann (er kann noch viel mehr, fürchten wir). Er bläst sich auf.

Wir sind gewappnet. Sebastian hat uns vorgewarnt: 20 bis 30 Knoten seien zu erwarten, die Wetterwelt schickt uns Wetterdaten bis zu 28 Knoten. Aber die übertreiben für gewöhnlich etwas…

Notstand

Atlantik, 21.7.2017, 37°16 N, 015°00W

Der Wind ist launisch. Er kommt aus Nord, was gut ist und uns Halbwind beschert. Das Boot schaukelt trotzdem ordentlich. Aber mal bietet er uns 10 Knoten, die nicht zum segeln reichen, dann wieder 18 – wir machen den Motor an und aus um Halbstundenrhythmus. Wir könnten ja dümpeln und uns mit 3 Knoten Geschwindigkeit begnügen, aber wir wollen nun doch bald ankommen.

Mein Lesestoff geht zur Neige. Ich hab keine Lust mehr, Doppelkopf gegen mich selbst auf dem Tablet zu spielen, auch Solitaire, mein stetiger Zeitvertreib seit wir gestartet sind, beginnt, mich zu langweilen.

Petri heil

Atlantik, 20.7.2017, 37°10N, 17°56W

Es ist nicht so, dass wir nur Pech haben. Peter ist das Anglerglück hold, er fängt einen super Bonito. Den bereiten wir diesmal als Filets zu und haben das beste Fischessen seit sehr langer Zeit, besser als alles, was wir in Restaurants serviert bekamen. Es geht eben doch nichts über einen Angler an Bord!