Charlotte Amalie…

St. Thomas, 28.4.2017

… dagegen, die Hauptstadt St. Thomas’ , ist schön. Wir können in einer großen Bucht ankern, haben nur ein bisschen Schwell, können super mit dem Dingi am Kai anlegen und sind gleich in der Stadt. Da gibt es…Karneval! Hier wird er nach Ostern gefeiert (noch zu recherchieren, warum), und eine Parade nach der anderen flaniert, musiziert, tanzt, marschiert durch die Strassen. Geschäfte, Juwelierläden, alles, selbst leider die Touristeninformation, hat geschlossen. Ausnahmezustand. Wir halten durch und amüsieren uns (trotz Regens, es regnet auch hier, und zwar ordentlich!), bis die Parade vorbei ist.

Abschied…

Red Hook, St. Thomas, 27.4.2017

..vom Paradies. Einmal noch tauchen wir in die wunderbare Unterwasserwelt St. Johns ab, dann gehen wir. Wir müssen mal wieder einkaufen, derzeit leben wir von unseren Vorräten, und die sind für die lange Überfahrt bestimmt.

Weiter also nach Red Hook auf St. Thomas. Dort soll es einen gut sortierten Supermarkt geben.

Gibt es. Ein Salat 6 Dollar, 250 Gramm einfacher Käse 8, ein Kilo Joghurt 11, eine kleine Dose Tomaten 2 Dollar 60, ein Päckchen Spaghetti 3 (Umrechnungskurs etwa 1:1),

Wir ziehen mit einem Brot fürs Frühstück wieder ab.

Das Paradies…

St. John, 26.4.2017

…unser Paradies, finden wir dann doch noch. In der Lameshur Bay im Süden St. Johns.
Schon der Weg dahin ist wunderbar. Der Wind bläst stetig, nicht zu stark, kaum Wellen – ach, kann Segeln schön sein.

Die Bucht ist für 16 Bojen ausgelegt, nur drei sind belegt. Keine laute Musik, keine Funsegler, die meinen, sich mit Brunftschreien ins Wasser stürzen zu müssen. Ach, wie angenehm.

Wir liegen sanft schaukelnd, ohne Schwell, umgeben von bewaldeten Hügeln, die mehr an Kanada und Norwegen erinnern als an die Karibik.

Doch wieder BVIs

St. John/Tortola, 25.4. 2017

Leider scheine ich mich etwas überanstrengt zu haben, mir tut meine Rippe, die ich beim Dinghi-Einstieg misshandelt hatte, danach so weh, dass ich kaum laufen kann. Vielleicht hatte ich sie mir doch gebrochen???? … Der Käpt’n spricht ein Machtwort: Wir lassen das röntgen. Im Krankenhaus! Und ich habe nicht wirklich viel dagegen…

Also segelmotoren wir wieder nach Road Harbour, da hat das Krankenhaus von außen einen guten Eindruck gemacht, da kennen wir zur Not Leute, da ist es sicher günstiger als auf den amerikanischen Inseln.

Die Schildkrötenbucht

St. John, 23.4.2017

Wir ziehen weiter in die Maho-Bucht. Dort soll es schön sein. Ist es – glasklares, türkisfarbenes Wasser, Schildkröten! Fünf, mindestens! Direkt vom Boot aus zu sehen und unter Wasser zu erschnorcheln! Wir sind selig. Und haben auch noch die Bucht fast für uns!

Das Glück währt nicht lange. Nach und nach trudeln Boote ein, zum Schluss drei Fun-Katamarane mit lauter Musik, aufblasbarer Badeplattform und Schwimmreifen in Form eines riesigen Einhorns. Na super. Und dann fahren sie auch noch Wasserski. Hier, wo die Schildkröten wohnen! Das ist im Naturschutzgebiet – zum Glück – verboten, kümmert die Fun-Segler aber überhaupt nicht.

Die unberührte Insel

St John, 22.4.2017

St. John gilt als eine der schönsten Inseln der gesamten Virgin Islands, und das zu Recht.

Von Kolumbus- natürlich, von wem sonst- entdeckt, wurde sie im 18. Jahrhundert von den Dänen besetzt!
Erlitt die Geschichte aller karibischen Inseln – mit Tabak- und Zuckerrohrplantagen bewirtschaftet, wobei die Sklaven anscheinend hier besonders brutal behandelt wurden. Mit der Abschaffung der Sklaverei verschwanden auch die Plantagen.

Rockefeller erwarb dieses Eiland in den fünfziger Jahren und schenkte es dem amerikanischen Staat mit der Auflage, ein Naturschutzgebiet daraus zu machen. (Er selbst baute ein klitzekleines supernobles Hotel darauf.)

St. John

Cruz Bay, 21.4.2017

Am Vormittag legen wir ab, 14 Meilen sind es nur bis zu unserem Ziel. Der Wind kommt von hinten, zu schwach zum Segeln, Peter bekommt schlechte Laune, weil wir wieder mal motoren, ich habe, wie bekannt, nicht viel dagegen…

Mittags kommen wir auf St. John an. Sofort einklarieren!!! Beschwört jeder Segelführer, die Amis sind da sehr empfindlich! Würden wir ja auch gern, aber in der Cruz Bay, wo man einklarieren muss, ist an ankern nicht zu denken. Die Bucht ist klein, von Fährzufahrten durchschnitten, der ausgewiesene Ankerplatz handtuchgroß.

Road Town zum zweiten

Tortola, 20.4.2017

Wieder einmal muss ich Abbitte leisten – Road Town hat doch was und ist mehr als ein zusammengewürfeltes Häusersammelsurium…

Vielleicht liegt es auch an den netten Begegnungen, aber wir sind der Stadt plötzlich viel wohler gesonnen.

Wir ankern neben der Marina und haben einen Blick auf wunderschöne alte Häuser am Hang, umgeben von einem alten Park. Herrschaftshäuser, ich vermute Wohnungen der in der nebenanliegenden Klinik arbeitenden Chefärzte darin. Abends sind sie beleuchtet, und ich kann mich von dem Anblick kaum losreißen, so harmonisch und behaglich sieht es aus.

Ein Visum, ein Visum!

Tortola, BVIs, 19.4.2017

Wir haben es – ein Visum für die USA.

Eigentlich wollten wir überhaupt nicht in die Staaten, zur Zeit. Aber die USVirgin Islands haben Mr. Trump nicht gewählt! Und wir…wollen mal weiterziehen und woanders hin. Es ist ganz schön hier, aber auf Dauer wiederholt es sich doch ein bisschen. Wir müssen/dürfen ja aber noch ein bisschen bummeln, bis der Wind passt und wir weiter gen Norden und dann Osten ziehen können. Also sind wir auf die Idee gekommen, über die US Virgin Islands nach Puerto Rico zu segeln und von dort aus weiter nach Bermuda.