Auf zur nächsten Parade

27.2.2017

Und die soll in Basse-Terre stattfinden.Also – auf!

Das Segeln ist mal wieder alles andere als das, was wir uns unter „Karibiksegeln“ vorgestellt haben – es regnet regelmäßig, der Wind ist stark, die Wellen kabbelig, jedenfalls bis zur Hälfte…aber irgendwie schaffen wir es doch. Wir haben reserviert, Einen Platz in der Marina de Riviere Sens. Was für ein Luxus! Dort gibt es nur wenige Plätze, und wir haben einen ergattert! Endlich wieder Dusche, richtig Haarewaschen, Wäscherei, Internet, eigenständig ohne Peter als Taxifahrer das Boot verlassen können!

Die große Parade – 2 –

Und so sind wir auch nach fünf Stunden etwas enttäuscht. Vom legendären karibischen Karneval hatten wir uns etwas anderes erwartet. Auch wenn die Kostüme hier sicher aufwendiger und glamouröser sind, liebe Ebersteinburger, Baden-Badener und Kölner – den schöneren Karneval habt Ihr!

PS: Vielleicht wäre abends wieder mords was los gewesen. Aber da haben wir gemütlich auf unserem Boot gelegen, die Lichter von Guadaloupe auf der einen, Saxophonmusik (guter Jazz!) einer Strandbar auf der anderen Seite, und das Leben so schön gefunden, dass wir nicht mehr gehen wollten…

Die große Parade

soll in Pointe-a-Pitre, der Hauptstadt Guadaloupes, heute, am Sonntag (26.2.2017) stattfinden. Ab 11 Uhr, es empfehle sich aber dringend, rät uns eine Passantin, früher da zu sein. Immerhin werden 120.000 Besucher erwartet!

Das mit dem früher-Dasein klappt schonmal nicht, wir kämpfen einmal mehr mit der Kommunikationstechnik. Am Tag zuvor haben wir die gesamte Hauptstadt abgeklappert, um endlich einen Laden zu finden, der SIM-Karten verkauft. Internet haben wir damit wenigstens. Aber kein Telefonnetz! Es ist nicht zu glauben, wir haben auf den ärmsten Inseln der Karibik telefonieren können, hier, auf Guadaloupe, in Frankreich!- geht nichts. Wir müssen aber dringend eine Überweisung tätigen und brauchen per SMS die PIN…Hoffnungslos.

Carnaval zum Ersten…

Pointe-a-Pitre, 25.2.2017

Wir wollen Pointe-a-Pitre erkunden. Da soll morgen einer der größten Karnevalumzüge stattfinden, nicht schlecht, schon eine Orientierung zu haben. Wir nehmen den Bus! Eine geniale, wie so oft zumindest fast geniale Idee. Denn Hin geht das problemlos. Zurück aber sind die Narren los. Und wir brauchen für sechs Kilometer zwei Stunden…

Was uns die Möglichkeit gibt, das Narrentreiben von privilegierter Position, nämlich ziemlich bequem vom Bus aus, zu betrachten.

Und jetzt kommt ihr…

PS: Das war noch nicht die ganz große Parade. Die kommt erst morgen!

Beautiful?

Guadaloupe, Ilet de Gosier

24.2.2017

Wir legen ab, mit Bedauern. Marie Galante war sehr, sehr schön! Aber uns drängt der Karneval. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir richten unseren Zeitplan der nächsten Tage nach den Carnaval-Highlights! Guadaloupe soll den außergewöhnlichsten Karneval in der Karibik haben. Da müssen wir, Experten (vor allem ich Nordlicht), natürlich dabei sein.

Wir steuern die Ilet du Gosier an. „Beauuuutiful“, haben die Amerikaner geschwärmt, soll es da sein. Dort sind wir auch nicht mehr weit von der Hauptstadt Point-a-Pitre entfernt, und da soll es karnevalsmäßig richtig abgehen.

Rund um den Pfannkuchen

Marie Galante, 23.2.2017

Wir wollen ein Auto mieten. Leider ist das nicht so einfach, denn, wie ja schon erwähnt, scheint alles geschlossen zu haben. Auch die Autovermietungen.

„Chez Henri“ empfiehlt uns, es um halb 8 in der Bäckerei zu versuchen. Halb 8 – da wollten wir eigentlich noch schlafen. Aber na gut…

Die Bäckerei erklärt uns, wir sollen die Ankunft der Fähre aus Guadaloupe abwarten. Dann nämlich kommen auch die Autovermieter! Und nur dann…

Saint-Louis

Marie Galante, 22.2.2017

Wolltet ihr nicht mal entschleunigen? Endlich mal zum Nichtstun verdonnert sein? Dann empfehlen wir Saint Louis. Hier sagen sich Hase und Igel in schönster Landschaft „Gute Nacht“, hier ist aber auch wirklich gar nichts los. Fast alles hat geschlossen, selbst der Markt, selbst die Tourismus-Information. Das mag an den Ferien liegen, aber hat sie dann eigentlich nicht gerade geöffnet?

Wir wollen ein Auto mieten, um die Insel zu erkunden und finden drei Anbieter. Von denen keiner geöffnet hat. Freundliche Polizisten raten uns auf Nachfrage, anzurufen. Aber es gibt kein Netz! Wir sind leicht ratlos. Eine Französin hilft uns weiter: Ab etwa 5 Uhr nachmittags sei ein Vermieter da, bis 6. So etwa…Na gut, kommen wir dann wieder.

Vergeigt

Les Saints, Marie Galante, 21.2.2017

„Pfannkucheninsel“ heißt Marie Galante, nur 17 Meilen entfernt von Les Saints, wenig galant. Weil sie so rund und flach ist. Aber es soll eine wunderschöne, von Seglern völlig zu Unrecht vernachlässigte Insel sein. Da wollen wir gern hin.

Dummerweise liegt sie, wenn man von Süden kommt wie wir, genau in Nordost, also der vorherrschenden Windrichtung. Das segelt man freiwillig nicht so gern.

Nun soll der Wind aber heute auf Süd drehen, sehr ungewöhnlich. Eine Regenwolke ist auch eingezeichnet. Aber das kennen wir ja. Ein Schauer, dann wird es wieder schön. Also nutzen wir doch den Wind und gehen auf Halbwindkurs nach Marie Galante!

Touri-Tag

Les Saints, 20.2.2017

Les Saints ist wunderbar. Irgendwie altmodisch. Kleine Holzferienhäuschen am Strand, Fischerboote, ein paar wenige Touristen, die dort baden gehen. Ich möchte auch mal am Strand liegen und baden gehen! Bitte! Peter ist wenig begeistert. Am Strand liegen und NICHTSTUN? Geht gar nicht. Vom Strand aus ins Wasser waten? Ist nur was für Weicheier, ein echter Käptn geht natürlich vom Boot aus ins Wasser (das sagt er natürlich nicht laut)! Aber mir zuliebe kommt er mit.

Und so ziehen wir mit Korb, Badetuch und Bikini (Ute), Shorts und T-Shirt (Peter) bewaffnet an den Strand. Der Schwimmring mit Badeentchen fehlt grade noch. Ich nehme stattdessen meinen Schnorchel mit, was Peter mindestens so lächerlich findet.